Zur Geschichte

Im August 1992 errichtet der Caritasverband des Bistums Dresden-Meißen in Bautzen eine Vorschule für soziale Berufe. Das geschieht unter der Zielstellung, Jugendliche an die spezifischen Zugangsbedingungen für den Besuch einer Fachschule im sozialen Bereich heranzuführen.

Die Vorschule für soziale Berufe nutzt die Wohn- und Schulräume im Bautzener Domstift, An der Petrikirche 6.

Zu Beginn des Schuljahres 1994/95 wird der zweijährige Ausbildungsgang Staatlich geprüfte Kinderpflegerin/Staatlich geprüfter Kinderpfleger eingeführt, der bis zum Jahr 2007 Bestand hat. Aus der Vorschule für soziale Berufe wird eine Berufsfachschule für Kinderpflege.

Schule Curie StrasseAuf Grund der steigenden Schülerzahlen findet 1996/97 ein Wechsel in die Räumlichkeiten 1. Mittelschule, Daimler-Str. 6, statt. Mit dem Schuljahr 1997/1998 werden Schulräume in der 6. Grundschule im Gesundbrunnen, F.-J.-Curie-Str. 65, angemietet.

Im Juli 1999 wird das schuleigene Wohnheim, Vor dem Schülertor 21, in Bautzen feierlich eröffnet. Das Gebäude wird aus trägereigenen Mitteln saniert und durch einen Anbau erweitert. Im Haus befinden sich 44 Wohnheimplätze für auswärtige Schülerinnen und Schüler. Es gibt 2- bis 4-Bettzimmer und Dusch- und WC-Anlagen auf den jeweiligen Etagen. Gleichzeitig werden fortan Räume (moderne Fachküche, Saal und Seminarraum) im Erdgeschoss des Wohnheims für den praxisnahen Unterricht der schulischen Berufsausbildung genutzt.

Mit der Einführung des Ausbildungsganges der Staatlich geprüften Sozialassistentin/des Staatlich geprüften Sozialassistenten im Schuljahr 2005/06 wird die Ablösung der Kinderpflegeausbildung eingeleitet. Im Sommer 2007 wird die letzte Kinderpflegeklasse erfolgreich zum Abschluss geführt. Die Berufsfachschule für Sozialwesen erhält im Frühjahr 2008 ihre staatliche Anerkennung und partizipiert ab dem Schuljahr 2008/09 wieder an der staatlichen Förderung.

Auf dem Hintergrund der prekären Nachwuchssorgen in den katholischen Kinder- und Jugendeinrichtungen, beschließt der Caritasverband des Bistums Dresden-Meißen e.V. für das Schuljahr 2009/10 die Einrichtung der dreijährigen Ausbildung der Staatlich geprüften Erzieherin/des Staatlich geprüften Erziehers an einer Fachschule. Gleichzeitig soll der zweijährige Ausbildungsgang für die Sozialassistentinnen und Sozialassistenten im Berufsschulbereich fortgeführt werden.

Im April 2009 wird die ehemalige Ingenieurschule auf der Weigangstr. 8 käuflich erworben. Für eine Interimslösung wird zunächst das Erdgeschoss gemäß dem pädagogischen Anforderungen teilsaniert. Ab August 2009 wird dort auch eine Klasse in der Sozialassistentenausbildung unterrichtet. Gleichzeitig finden die ersten 19 Erzieherinnen und Erzieher in diesen Räumlichkeiten Platz. Mit der Aufnahme der Erzieherausbildung erfolgt eine Namensänderung der bisherigen Berufsfachschule für Sozialwesen zum Caritas-Schulzentrum Bautzen hin.

Der Bezug des neuen Gebäudes erfolgt zu Beginn des Schuljahres 2010/2011. Die feierliche Einweihung des Caritas-Schulzentrums Bautzen durch Bischof Reinelt findet am 24.09.2010 statt.

Ende Oktober 2012 erhält das Caritas-Schulzentrum die Anerkennung als staatlich anerkannte Ersatzschule ab dem Schuljahr 2012/2013 für die Fachschule, Fachbereich Sozialwesen, Fachrichtung Sozialpädagogik. Damit kann das Caritas Schulzentrum künftig auch in der Erzieherausbildung die Prüfungen der Absolventen selbst vornehmen. Das Anerkennungsverfahren dauerte drei Jahre und endete mit einer so genannten Schulfremdenprüfung. Im Sommer 2012 konnten am Caritas-Schulzentrum die ersten Erzieherinnen und Erzieher ihre Ausbildung erfolgreich beenden.

Der Schulleiter der spannenden und schwierigen Aufbauphase war von 1992 bis 2004 Andreas Manek. Ihm folgte im Juli 2004 Bertin Rautenberg, der mit allen Kolleginnen und Kollegen des Caritas-Schulzentrums den Übergang von der Kinderpflegeausbildung zur Sozialassistentenausbildung organisierte, heute die pädagogische Realisierung der Erzieherausbildung in Schule und Praxis verantwortet und auch mit der konzeptionellen Neuausrichtung des  schuleigenen Wohnheims betraut ist.

Stand: November 2012